GAZ-Pensionäre besichtigen „Fränkisch-Crumbacher-Juwel“  |
Fränkisch-Crumbach. Jahrelang im Verborgenen geschlummert hat die Sarolta-Kapelle in Fränkisch-Crumbach und die meisten der ehemaligen Lehrer der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule. kennen sie nur vom Vorbeifahren. Jetzt nutzte man ein Quartalstreffen der Pensionäre, um sich von Werner Grimm, dem Vorsitzenden des Vereins „Crumbacher Denk-Mal!“ die Geschichte des
„Fränkisch-Crumbacher Juwels“ darstellen zu lassen. Gerne berichtete der engagierte Heimatpfleger über die Arbeit seines Vereins, der die 1892 eingeweihte Kapelle aus ihrem Dornröschen-Schlaf erweckte. Bei der Einweihung erfolgte die Umbettung der 1892 verstorbenen Namensgeberin Sarolta Reichsfrau von Gemmingen-Hornberg. 1945 wuchs durch die Heimatvertriebenen die katholische Gemeinde und die Kapelle w3urde für Gottesdienste, Messen,
Hochzeiten und Taufen genutzt. Nach der Weihe der neuen katholischen Kirche geriet die Sarolta-Kapelle in Vergessenheit, der Park ringsum wucherte zu und das Gebäude beginnt zu verfallen. Erst im Jahre 2000 wurde das kleine Kirchlein durch den Verein „Crumbacher Denk-Mal“ mit Werner Grimm an der Spitze wieder ans Tageslicht gebracht. Bis 2015 dauerten die umfangreichen Renovierungsarbeiten durch den inzwischen 120 Mitglieder zählenden Verein, der aus eigenen
Mitteln 170 00 Euro und rund 18 000 Arbeitsstunden investiert hat. Für sein Bemühen um das altehrwürdige Bauwerk wurde der Hessische Denkmalschutzpreis verliehen. Neben den Arbeiten an der Kapelle legte der Verein noch den über 100 Jahre alten Theaterplatz frei und setzte ihn Instand. Ferner wurden 2011 auf dem Platz vor der Kapelle und am Theaterplatz zehn sogenannte Papstbänke aufgebaut. Auch die Gedenkstätte der Heimatvertriebenen auf dem Friedhof wurde von
dem Verein wieder hergerichtet und erhielt ein sechs Meter hohes Kreuz. Der noch an weitere Plätzen wirkende Verein findet, so Werner Grimm, großen Rückhalt und Unterstützung in der Bevölkerung. Dies zeige auch der gute Zuspruch bei den jährlichen Veranstaltungen. So werde am 1. Mai die Saison eröffnet, die Fronleichnamsprozession durch den Park mit veranstaltet, das Muschelfest finde am ersten Wochenende im September statt und am Tag des offenen Denkmals sei
die Kapelle ebenfalls zu besichtigen. Am Fränkisch-Crumbacher Weihnachtsmarkt, jeweils am 3. Advent, sei der Verein mit diversen leckeren Spezialitäten vertreten. Hochzeiten, Taufen und Andachten können die der Kapelle stattfinden. Gruppenführungen ab zehn Personen werden von April bis Oktober angeboten. Buchen kann man diese bei Werner Grimm, Tel. 06164/4795 oder mittels E-Mail: saroltakapelle@t-online.de. Nachdem sich die Lehrergruppe auch noch im
Mausoleum unter der Kapelle umsehen konnte, dankte Henner Dietl Werner Grimm für seine informative Führung und wünschte dem #Verein noch viel Erfolg bei seinen Arbeiten. Bei Kaffee und Kuchen klang das Treffen der GAZ-Pensionäre im Garten des Café Ripper aus. Die nächste reguläre Zusammenkunft findet am 14. November statt. koe/Fotos: koe
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