| Scheidende Pensionäre senken Durchschnittsalter Reichelsheim. Ausdauer zeigen mussten die
Teilnehmer der Verabschiedungsfeier an der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule, zog sich das Programm doch über fast vier Stunden hin. Torsten Stephan tritt nach dem Referendariat eine Stelle in Bad Schwalbach an. Melanie Bachmann und Marietta Pätel verlassen die Schule. Ruth Schäfer, Alv Surma und Karl-Heinz Kitschke wurden in den Ruhestand verabschiedet. Die Bläserklasse mit Manfred Kilthau, die Lehrerband mit Henner Dietl und Klauspeter Schäfer sowie der Lehrerchor und die
Stepptanzgruppe des Kollegiums servierten das künstlerische Rahmenprogramm. Zahlreiche Gäste vom Schulamt, den benachbarten Schulen und der Schulgemeinde konnte Direktorin Kirsten Gebhard-Albrecht in der Eingangshalle der Bildungsstätte begrüßen. Schulamtsdirektor Helmut Holzderber stellte als Gemeinsamkeit der drei in den Ruhestand gehenden Kollegen deren Geburt kurz nach
dem Krieg und außerhalb des Odenwalds heraus. Erst nach ihrer Ausbildung hätten sie sich im Odenwald getroffen und dort mehr als 30 Jahre das schulische Leben gestaltet. Die drei hatte die unruhigsten Zeiten der Schule miterlebt. Jetzt stehe, so Holzderber, unaufhaltbar ein Generationswechsel an und durch das Ausscheiden der drei werde das Durchschnittsalter erheblich gesenkt. An der Georg-August-Zinn-Schule habe eine Verjüngung stattgefunden, so dass jetzt eine günstige Altersstruktur
vorhanden sei. Die Jungen beflügelten die Routiniers während sie gleichzeitig von der Praxiserfahrung der Älteren profitierten. Bei der scheidenden Kollegin Ruth Schäfer hob Holzderber vor allem deren Herzlichkeit heraus und ihre Leidenschaft für Sprachen. Ihr Engagement für den Schüleraustausch sei ihm nicht verborgen geblieben. Alv Surmas Name stehe in enger Verbindung mit der GAZ-Schule, betonte der Schulamtsdirektor. Seit 1972 habe er die Schüler zu weitgehender Selbsttätigkeit und
Selbständigkeit erzogen. Karl-Heinz Kitschke hatte Holzderber bereits im Gesamtpersonalrat kennen gelernt. 1995 hatte Kitschke die Stelle des stellvertretenden Schulleiters an der GAZ-Schule angetreten und seine organisatorischen Fähigkeiten eingebracht. In den schwierigen Phasen der Schule habe er gute Arbeit geleistet. | | (Nr.12) Fast 40 Jahre an der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim tätig war die Französisch- und Englischlehrerin Ruth Schäfer (r.) die ebenfalls mit Blumen von Schulleiterin Kirsten Gebhard-Albrecht in den Ruhestand in einer ausgedehnten Feierstunde verabschiedet wurde. koe/foto:koe (Nr. 13) Mit zahlreichen Geschenken in den Ruhestand verabschiedet wurden an der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim neben Ruth Schäfer auch (v.l.) Alv Surma und Karl-Heinz Kitschke in den Ruhestand von Direktorin Kirsten Gebhard-Albrecht (Mitte)verabschiedet. koe/foto:koe | Die Schulleiterin Kirsten
Gebhard-Albrecht nahm die Feier zum Anlass, um Stefanie Steinhauer für ihre Arbeit in der Mediothek zu danken. Worte des Dankes gingen auch an die Sekretärinnen Tina Trautmann und Sonja Schmidt sowie Hausmeister Herbert Arras. Für Ihre Arbeit als Schulelternbeiräte erhielten Sigrid Büdinger und Heidi Schiefnetter je einen „Oskar“ und das Schul-T-shirt. An die scheidenden Kollegen gewandt, betonte die Schulleiterin, das alle drei weit mehr als „ nur Pauker“ seien. Besonders bei
Ruth Schäfer handle es sich um eine Pädagogin mit Leib und Seele, welche die Fürsorge und Förderung für die Kinder immer in den Vordergrund gestanden habe. Bei Alv Surma stell Gebhard-Albrecht dessen Pragmatismus, der mit einem angenehmen Kooperationsgeist gepaart gewesen sei und ihm immer geholfen habe, „auf dem Teppich“ zu bleiben und in vielen Situationen Gelassenheit zu bewahren. Die Kolleginnen und Kollegen würden seine leicht amüsierten Kommentare vermissen. Als eine „untrennbare
Einheit“ seien der Vertretungsplan und Karl-Heinz Kitschke in der Schule gesehen worden, so die Schulleiterin weiter, eine Arbeit, die ihm sichtlich Spaß bereitet aber auch immer wieder Kritik eingebracht habe. Die Direktorin erinnerte auch an Kitschkes jahrelange Tätigkeit als „Bauleiter“ bei den langwierigen Renovierungsarbeiten. | | Zahlreiche Grußworte von Schüler- und Elternseite, sowie von Bürgermeister Gerd Lode auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins folgte ebenso wie die Überreichung vieler Geschenke von Schülern, Kollegen, Personalrat und Elternschaft. Worte des Dankes fand Ruth Schäfer vor allem für all die vielen Weggefährten, die das Arbeiten in der Schule so erfreulich gemacht hatten. Karl-Heinz Kitschke erklärte
abschließend, dass er beschlossen habe, die pädagogische Baustelle zu verlassen, da sich die Schule von dem fortentwickelt habe, für das er einst angetreten war, nämlich in erster Linie für den Schüler da zu sein und nicht für die Dokumentation über den Schüler. Bei Sekt und kaltem Büfett fand die Feier einen stimmungsvollen Abschluss. koe | | 
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